Warum ist Poupehan ein guter Ausgangspunkt für Ihre Kajaktour?
Poupehan liegt wie auf einer Halbinsel, eingeschlossen von einem Mäander der Semois, in dem verborgene Geschichte, Tabakerbe und wilde Natur eine Kulisse bilden, die man zum Kajakfahren so kein zweites Mal findet.
Poupehan, dessen Endung „-han“ „Siedlung im Mäander“ heißt, gehört zur Gemeinde Bouillon. Von der Semois umschlossen, ist das Dorf ein echtes Land-Halbinsel in der Provinz Luxemburg. Es ist nur über kurvenreiche Straßen zu erreichen, was den Eindruck von Abgeschiedenheit und Ursprünglichkeit noch verstärkt.
Das Kajakfahren in Poupehan bietet ein völliges Eintauchen in den Nationalpark Semois-Tal. Gleich nach dem Einstieg paddeln Sie durch einen der markantesten Mäander des Flusses, zwischen steilen, dicht bewaldeten Hängen und Klippen aus Schiefer, die bis zu 150 Meter über dem Wasser aufragen.
Das Dorf erlangte im Februar 1982 unerwartete Bekanntheit, als die Verträge von Poupehan — die geheime Entscheidung, den belgischen Franken um 8,5 % abzuwerten — von vier Politikern hier besiegelt wurde. Dass das Dorf so abgelegen ist, kam diesem Staatsgeheimnis zugute. Heute macht gerade diese Verschwiegenheit Poupehan zum Paradies für Kajakfahrer, die Ruhe suchen.
🏔️ Das Dorf im Mäander
Eine natürliche Halbinsel, von der Semois umflossen. Höhe 200-220 m, Bergkämme auf 350 m. Ein großartiges natürliches Amphitheater im Herzen des Nationalparks.
🌿 Tabaktrockenschuppen
Einzigartige lokale Architektur: Holzkonstruktionen aus Fichtenholz mit halb offenen Verkleidungen, damit der Tabak auf natürliche Weise trocknet (Air-Cured). Sie erinnern an das goldene Zeitalter des Semois-Tabaks (1856-1950). Einige wurden zu charmanten Ferienwohnungen umgebaut.
🏛️ Die Verträge von 1982
Geheimer Ort der Abwertung des belgischen Franken. „Zwischen einem Waldspaziergang und einem Holzfeuer wurde in diesem Dorf im Mäander das Schicksal einer Nation besiegelt.“